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Autolacke in Gefahr durch Bienenkot und Baumharze

Autolacke in Gefahr durch Bienenkot und Baumharze

Ganz plötzlich ist es Sommer geworden – mit allen Freuden und Leiden. Die Hitze und die sommerlichen Umstände haben auch unmittelbare Auswirkungen auf die Fahrzeuglacke. Im Sommer sind Bienen unterwegs, sie verlieren teilweise Blütenpracht, teilweise hinterlassen sie auch Bienenkot auf den Fahrzeugen. Die Bäume blühen, von hier werden Blütenpollen aber auch Baumharz abgegeben und durch den Wind in der Umgebung verteilt – das trifft auch unsere Autolacke. Auch Vögel sind sehr aktiv und hinterlassen ihre Spuren, wie zum Beispiel Vogelkot auf Autolacken.

Einerseits ist die Gewissheit, ein funktionierendes Ökosystem zu haben, in dem es Bienen, Insekten, Vögel und blühende Bäume gibt sehr schön, andererseits haben die Hinterlassenschaften auch starke Auswirkungen auf Autolacke. Gerade Bienen und Vogelkot sowie Baumharz können sich bei heißen Temperaturen förmlich in den Autolack einbrennen.

Es empfiehlt sich daher, entsprechende Vor- und Nachsorge zu betreiben. In der Blütezeit der Bäume sollte beispielsweise das Parken unter solchen Bäumen (Ahorn, Pappel, Birke; Kastanie) möglichst vermieden werden. Ist dies unumgänglich, sollte das Fahrzeug geschützt werden, zum Beispiel durch eine Kunststoff Garage über dem Auto. Manchmal lohnt es sich auch, ein paar Meter Fußweg für einen anderen Straßenparkplatz in Kauf zu nehmen, wenn man dann den Eintrag von Blütenpollen und Baumharz vermeiden kann.

Geht dies nicht, so sollte man den Verschmutzungsgrad seines Fahrzeugs regelmäßig im Auge behalten. Bienenkot, Baumharz und Vogelkot sollten möglichst schnell entfernt werden, da Vogelkot durch die enthaltene Säure bei längerer Einwirkung – gerade unterstützt durch Hitze – den Lack nachhaltig beschädigen kann. Aber auch eingetrockneter Bienenkot oder eingetrocknetes Baumharz sind nach einer gewissen Einbrennphase nur sehr schwer – wenn überhaupt – vom Lack zu entfernen.

Für die Autofahrer zeigt sich dann ein unerfreuliches Bild: Nach der Autowäsche ist der normale Straßenschmutz zwar weg, aber es bleiben kleine, meist gelbliche Verfärbungen auf dem Autolack über (Bienenkot, Baumharz). Ähnliches kann auch bei längerem Einbrennen von Rapsverschmutzungen passieren. Manchmal hilft eine zweite Autowäsche, um auch diese gelblichen Verschmutzungen zu entfernen. Garantiert ist dies jedoch nicht. Wenn diese Verschmutzungen zu hart eingebrannt sind, hilft manchmal nur noch eine professionelle Autoaufbereitung durch eine entsprechende Fachfirma.

Vorsorgen gegen solche Verschmutzungen kann man nicht zu 100 Prozent. Die Parkplatzauswahl, der Schutz durch eine Kunststoffautohaube sind geeignete Mittel. Auch eine professionelle Fahrzeugversiegelung kann den Lack schützen – genauso wie moderne Premiumwaschprogramme, die besondere Konservierer enthalten. Sowohl die Premiumkonservierer als auch die Versiegelung halten naturgemäß nur für einen vorübergehenden Zeitraum und sollten dann wiederholt werden. Vor allem aber ersetzen all diese Vorsorgemaßnahmen nicht ein regelmäßiges Betrachten des Verschmutzungsgrads des Fahrzeuglackes und auch nicht die notwendige Autowäsche, die frühzeitig folgen sollte.

Praxistipps: Will man feststellen, ob der Fahrzeuglack durch Bienenkot, Baumharz oder ähnliches verschmutzt ist, so kann man mit einem feuchten Daumen oder mit einem feuchten, weichen Papier oder Stofftuch die obere Schmutzschicht (den allgemeinen Straßenschmutz) vorsichtig entfernen, um nachzuschauen, ob sich darunter Bienenkot, Baumharz oder änliches befindet. Sollte man Vogelkot auf dem Fahrzeuglack bemerken, so empfiehlt es sich, diesen bereits vor der gewerblichen Fahrzeugwäsche ab oder zumindest anzulösen. Dies kann man mit einem feuchten, weichen Papiertuch (Haushaltsrolle) anlösen und dann vorsichtig entfernen. Bei solchen Verschmutzungen: nicht lange warten – ab in die Waschanlage!

Mit diesen Tipps wünschen wir Ihnen das Beste für Ihren Autolack – und einen schönen Sommer!